Kleine Forscher ganz groß: Fröbel-Hort Spielhaus erneut ausgezeichnet
Wie lassen sich aus alten Dosen, Flaschen und Holz eigene Musikinstrumente bauen, die draußen im Garten Musik machen?
Mit dieser Frage begann ein besonderes Projekt im Fröbel-Hort Spielhaus in Cottbus. Die daraus entstandene Klangstrecke ist ein schönes Beispiel dafür, wie selbstverständlich Forschen und Entdecken zum Hortalltag gehören. Dieses Engagement wurde jetzt erneut gewürdigt: Das Spielhaus wurde erneut offiziell als „Haus, in dem Kinder forschen“ zertifiziert.
Am Anfang des Projekts stand die Frage „Wie können wir aus alten Dosen, Flaschen und Holz eigene Musikinstrumente bauen, die draußen im Garten Musik machen?“ Gemeinsam überlegten Kinder und pädagogische Fachkräfte, wie aus Alltagsgegenständen eine Klangstrecke für den Hortgarten entstehen könnte. Auch die Eltern wurden einbezogen. Alle erkunden, bauten und probierten gemeinsam: Welche Materialien erzeugen welche Töne? Wie lassen sich unterschiedliche Klänge erzeugen? Und wie werden aus vermeintlich ausgedienten Gegenständen neue Instrumente? Die Klangstrecke verbindet damit auf spielerische Weise MINT-Bildung und nachhaltiges Handeln.
„Wunderbare Anerkennung der täglichen Arbeit“
Das tägliche Entdecken und Forschen gehört fest zum pädagogischen Alltag im Fröbel-Hort Spielhaus. Es fördert die natürliche Neugier der Kinder und ermöglicht ihnen, selbstständig Antworten auf ihre Fragen zu finden. „Die Zertifizierung ist für unser Team eine wunderbare Anerkennung der täglichen Arbeit“, freut sich Hortleiterin Silke Kullmann. „Das Forschen und Entdecken ist bei uns nicht nur ein Projekt, sondern eine Haltung. Die Kinder lernen, Dingen auf den Grund zu gehen, eigenständig Lösungen zu entwickeln und die Welt um sich herum aktiv und nachhaltig mitzugestalten. Die erneute Zertifizierung zeigt, wie lebendig die MINT-Bildung in unserer Einrichtung verankert ist.“
Entdeckendes und forschendes Lernen fördert kreatives und kritisches Denken. Kinder lernen, Fragen zu stellen, eigene Ideen zu entwickeln, Lösungen auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Zugleich spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine wichtige Rolle.
Die Zertifizierung durch die Stiftung Kinder forschen würdigt Einrichtungen, in denen gemeinsames Forschen und Entdecken fest im pädagogischen Alltag verankert ist. Sie gilt für zwei Jahre und kann anschließend erneuert werden. Die pädagogischen Fachkräfte des Fröbel-Hortes Spielhaus besuchen dafür regelmäßig praxisnahe Fortbildungen der Stiftung.
Sechs Fröbel-Einrichtungen in Cottbus schafften die Rezertifizierung
Das Spielhaus ist in diesem Jahr in bester Fröbel-Gesellschaft: Insgesamt sechs Fröbel-Einrichtungen in Cottbus haben die Rezertifizierung als „Haus, in dem Kinder forschen“ erfolgreich durchlaufen. Neben dem Hort Spielhaus wurden auch die Fröbel-Kindergärten Sonnenschein, Haus der kleinen Naturforscher, Musikus, Seesternchen und Grashüpfer erneut ausgezeichnet.
Die Zertifizierungsurkunden werden am 19. November 2026 im Rahmen des Fachtages „Forschen heißt fragen: Sprach- und MINT-Bildung verknüpfen“ in der IHK Cottbus feierlich übergeben.
Herzlichen Glückwunsch an alle kleinen und großen Forscher*innen – und an die Teams, die jeden Tag gute Rahmenbedingungen für gemeinsames Entdecken und Forschen schaffen!