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Das große Krabbeln im Hort Spielhaus

Kennen Sie das, wenn jemand eine Idee hat, andere damit neugierig macht und es dann immer mehr gibt, die diese Idee aufgreifen?

 Von der Idee Insekten zu fangen und zu beobachten, sind unsere Hortkinder momentan wieder ganz fasziniert. Es fing mit einem kleinen Lupenbecher und einer Insektenbeobachtungsbox an und ist nun seit Wochen ein Thema der Kinder. Und wer selbst schon einmal einen Grashüpfer, eine Feuerwanze, eine Spinne, einen Käfer oder eine Ameise eingefangen hat, der weiß, dass dies viel Geschick erfordert.

 Doch damit nicht genug, nachdem die Kinder die Tiere vorsichtig eingefangen haben, beginnt die Beobachtung: Wie verhalten sich verschiedene Tiere untereinander? Was machen einzelne Tiere in der Box? Gibt es Unterschiede im Verhalten von größeren und kleineren Grashüpfern? 

Ganz unterschiedliche Fragen beantworten sich die Kinder durch Beobachtung. Sie diskutieren miteinander über ihre Beobachtungen und erklären sich dabei auch untereinander, wenn sie ein Tier nicht kennen, und erweitern damit ganz nebenbei ihre Artenkompetenz. In unserer Arbeit mit den Kindern legen wir großen Wert darauf, dass unsere Hortkinder jedes Lebewesen achten: kein Tier wird getötet oder gequält. 

Wir erwecken das ökologische Bewusstsein der Kinder, indem wir ihnen Hinweise geben, wofür die Insekten nützlich sind, dass die so beliebten roten Feuerwanzen, die sich immer so schön an den Bäumen auf dem Schulhof sonnen, äußerst nützlich sind. Oft staunen dann die Kinder, während sie andächtig einen Schritt zurück treten, sobald man ihnen erklärt, dass jedes Lebewesen eine Rolle in unserem Ökosystem hat und wir deshalb nicht eingreifen, sondern der Natur die Regulierung überlassen sollten, Auch beim Einfangen sind die Kinder vorsichtig mit den Käfern, Grashüpfern und Ameisen. Kein Tier wird gequetscht oder zerdrückt. Der verantwortungsvolle Umgang setzt sich bis zum Ende der Hortzeit fort, immer, wenn es heißt, dass die Kinder nach Hause gehen müssen, werden die Tiere wieder vorsichtig aus der Box entnommen. Damit lernen Kinder den empathischen Umgang mit den Tieren. Erkennbar wird diese achtsame Vorgehensweise darin, dass die Kinder z.B. darauf schauen, dass die Grashüpfer nicht mit ihren langen Beinen hängen bleiben und sich dabei eventuell weh tun könnten.

 Wie schön, dass sich so viele Kinder dafür begeistern können und dabei von und mit der Natur lernen.